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Minenspürhunde


Die Ausbildung von Minenspürhunden begannen wir unmittelbar nach dem Bürgerkrieg in Bosnien. Zunächst im Auftrag einer Hilfsorganisation und später dann im Auftrag des Auswärtigen Amtes.

Die Minensuchhunde oder Minenspürhunde wurden bei uns vor Ort trainiert und später dann zusammen mit ihren neuen Hundeführern auf den damals neu eingeführten UN-Test vor Ort vorbereitet.

Alle Teams bestanden diesen Test mit Bravour und konnten unmgehend zur Minensuche eingesetzt werden.

Heute sind unsere Teams in Südosteuropa, Afrika und Asien sehr erfolgreich im Einsatz. Unsere Arbeit ermöglicht den dort lebenden Menschen, sich wieder freier und furchtloser in ihrem Land bewegen zu können.

Oft werden wir gefragt, ob Minenspürhunde als „lebende Schutzschilde“ missbraucht werden. Dies können wir mit einem klaren NEIN beantworten.

Hundeführer und Minensuchhund sind Teampartner und tragen in gegenseitigem Vertrauen das gleiche Risiko.

Die Freisuche findet bei der Minensuche in keinem Fall Anwendung, da der Hund nicht stöbern darf, sondern einer geraden gedachten Linie folgen soll.

Ein Minenspürhund wird so ausgebildet, dass er nur Minen anzeigt, die direkt vor ihm liegen. Minen, die etwa 1-2m neben dem Tier oder entfernter liegen, werden ignoriert. Diese Vorgehensweise minimiert die möglichen Risiken ganz entscheidend.

Die Minensuche bietet mehrere Einsatzarten und Möglichkeiten über die wir Sie in einem persönlichen Gespräch gerne ausführlich informieren.

Minensuchhunde leisten teilweise Unglaubliches. Sie finden Minen in einer Tiefe von bis zu 1,5 Metern unter einer Erdmasse. Minenspürhunde erkennen Minen sogar in den Gerüchen der Pflanzenwelt aus dem weiteren Umfeld eines Suchgebiets. Manche Minensuchhunde müssen nicht einmal ins Feld. Sie identifizieren die verseuchten Sektionen anhand von Luftproben.

Ein gut ausgebildeter und trainierter Minensuchhund arbeitet um ein Vielfaches schneller, als Menschen es je könnten.

Je nach Art des Einsatzes können Minensuchhunde pro Tag Flächen von 1500 bis 9000 qm absuchen. Zum Vergleich kann ein Mensch, ausgerüstet mit Minensuchnadel und Metalldetektor, ca. 5-10 qm am Tag bearbeiten.

Es gibt außerdem immer noch kein elektronisches oder technisches Gerät, mit der Leistungsfähigkeit einer Hundenase. Minensuchhunde sind der Technik immer noch weit voraus.

Die Ausbildungszeit für Minensuchhunde beträgt ca. 1 Jahr.

Auch hier wird, wie auch in der Ausbildung anderer Spezialhunde, der natürliche Spieltrieb des Tieres genutzt.